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Operationen der Netzhaut und des Glaskörpers

Bild der Netzhaut bei der Untersuchung
Bild der Netzhaut bei der Untersuchung

Wozu dienen Operationen der Netzhaut und des Glaskörpers?

Ihre Untersuchung ergab eine Erkrankung im Bereich der Netzhaut bzw. des Glaskörpers. Um nur einige Beispiele zu nennen kann es sich dabei um eine der folgenden Erkrankungen handeln:

 - eine Ablösung der Netzhaut
 - ein Loch im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens
 - eine Membran-, bzw. Bindegewebswucherung im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens
 - eine Erkrankung mit krankhafter Anheftung des Glaskörpers im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens
 - eine Trübung, bzw. Blutung im Bereich des Glaskörpers
 - eine fortgeschrittene diabetische Retinopathie.

Ohne Operation würde die Sehverschlechterung fortschreiten, bzw. wäre eine Verbesserung nicht zu erwarten. Ziel der Operation ist es das weitere fortschreitenden der Sehverschlechterung zu verhindern, die Sehfähigkeit zu stabilisieren und gegebenenfalls eine Verbesserung der Sehfähigkeit zu erreichen.

Animationen: Diabetische Retinopathie

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Seit zwei Jahrzehnten hat sich für die Behandlung der oben aufgeführten Erkrankungen der Netzhaut und des Glaskörpers die Vitrektomie als Methode der Wahl durchgesetzt. Mit einer Vitrektomie wird der gelartige Glaskörper des Auges entfernt unter Zuhilfenahme eines Saug-Schneid-Gerätes oder auch Vitrektom genannt. Die Operation selbst erfolgt unter dem Operationsmikroskop.

Zum Vorteil des Patienten hat sich die Technik in den letzten Jahren deutlich weiter entwickelt.
Durch eine trokargeführte minimal invasive 23G Vitrektomie ist es heutzutage möglich mit einem minimalem Operationstrauma die visuelle Rehabilitation zu verkürzen.

Wir führen die Technik seit 2008 erfolgreich durch. Membranen auf der Netzhaut werden mit sehr kleinen Pinzetten entfernt. Selten erfolgen Entlastungsschnitte zur Wiederanlegung der Netzhaut. Defekte der Netzhaut verschließen wir meist während des Eingriffs durch eine Laserung. Der Glaskörper wird je nach Befund entweder durch Flüssigkeit, durch Luft, durch Gas oder Silikonöl ersetzt. Wenn Silikonöl notwendig ist, so wird dieses in der Regel in einer späteren Operation entfernt. In einigen Fällen kann es während der Operation erforderlich sein die Linse zu entfernen und gegebenenfalls eine Kunstlinse zu implantieren.


Was müssen Sie bei einer Operation der Netzhaut und des Glaskörpers beachten

Vor der Operation sollten blutgerinnungshemmende Medikamente unter Kontrolle Ihres Hausarztes abgesetzt werden. Nach der Operation sollten Sie regelmäßig den Augendruck messen lassen und bei Schmerzen, insbesondere bei Stirnkopfschmerz und bei akuter Sehverschlechterung, Ihren Augenarzt informieren. Für eine Dauer von 5 Wochen müssen Flugreisen, Tauchen, Bergsteigen und Passüberquerungen vermieden werden. Bei Operationen oder Behandlungen in dieser Zeit, die eine Narkose erforderlich machen, informieren Sie Ihren Arzt, dass keine Inhalationsnarkose erfolgen darf.


Quantensprung in der Netzhaut-, Glaskörperchirurgie
Die trokargeführte minimal invasive 23G Vitrektomie

Bei vielen schweren Erkrankungen des Auges können wir mit Hilfe der Vitrektomie die Erblindung verhindern oder sogar das Sehvermögen wieder verbessern. Um bei diesen aufwendigen Eingriffen das Operationstrauma zu verringern und die visuelle Rehabilitation zu verkürzen haben wir im Jahre 2008 die minimal invasive 23G Vitrektomie eingeführt.

Bei der Vitrektomie wird die gelartige Glaskörpersubstanz entfernt. Bei der bisherigen 20G Vitrektomie musste die Bindehaut und die Lederhaut in der Regel eröffnet werden um am Ende der Operation durch eine Naht wiederum verschlossen zu werden. Dies stellt eine deutliche postoperative Belastung des Patienten durch Fremdkörpergefühl und durch eine relativ lange Rehabilitationszeit dar.

Zum Vorteil des Patienten hat die neue trokargeführte minimal invasive 23G Vitrektomie nun die Möglichkeit eines nahtlosen Wundverschlusses ermöglicht. Die entscheidende Innovation bei der nahtlosen Technik ist die Verwendung so genannter Trokare. Dabei handelt es sich um kleine Metallröhrchen die während der Operation die transconjunctivalen Mikroinzision offen halten und somit das mühelose Einführen der Instrumente unter der Operation ermöglichen. Die Trokare schützen auch die Glaskörperbasis beim Einführen der Instrumente und minimieren dadurch die Gefahr von Netzhautlöchern, die unter der Operation sonst entstehen könnten.

Die Operationszeit ist deutlich verkürzt, das Auge wird weniger Traumatisiert und der Heilungsprozess vollzieht sich dadurch vielfach rascher. Die neue Instrumentengeneration von Beleuchtungssystemen ermöglicht darüber hinaus eine bessere Ausleuchtung des Auges unter der Operation, sodass der Eingriff bei allen Krankheitsbildern unter anderem auch bei Glaskörperblutungen oder bei Netzhautablösungen möglich ist.

Weitere Indikationen für den Einsatz der Technik sind komplizierte diabetische Netzhautveränderungen mit Membran-Peeling und Maculaforamen mit Peeling der interne limiting Membran (ILM). Zwar hat die Technik auch ihre Grenzen, doch für die meisten Operationsindikationen ist die neue Technik das Verfahren der ersten Wahl.

Animationen zu Erkrankungen im Bereich der Netzhaut bzw. des Glaskörpers

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